ICH GEHE DA HIN, WO DER NAME VON JESUS CHRISTUS NOCH UNBEKANNT IST.

Apostel Paulus in Römer 15, 20

Dein Name ist Freiheit

01. Mai 2026

Shah klammerte sich an den abblätternden Sitz des alten Toyotas, während er und Tony, ein Mitarbeiter von Frontiers, über die holprige Strasse zu Shahs Heimatdorf holperten. Er zeigte nach links. «Bieg hier ab, dann bist du bei meinem Onkel.» Das verwitterte Haus kam zwischen der dichten Vegetation, die die Strasse säumte, in Sicht.

Shahs Grossfamilie lebte noch immer in der Gegend, obwohl er und seine Eltern in eine nahegelegene Stadt gezogen waren. Shah und sein Vater hatten vor drei Jahren begonnen, mit Tony zusammenzuarbeiten, und seitdem hatten Tonys Gebete im Namen Jesu zur unerklärlichen Heilung der Leukämie seiner Mutter und des Leberversagens seines Vaters geführt.

Shah wünschte sich, er könnte Jesus nachfolgen, der selbst die unmöglichsten Krankheiten zu heilen schien, aber er wusste, dass seiner Familie Schaden zugefügt oder sie getötet werden könnte, wenn sie den Islam verliessen. Dennoch hoffte er, dass die Gebete seines ausländischen Freundes den bösen Geist vertreiben würden, der seinen Onkel seit einem Jahrzehnt plagte. Wenn Jesus nicht helfen konnte, dann würde nichts helfen.

Was für eine Gestalt

Als sie das Haus betraten, stellte Shah Tony seiner Tante vor und führte ihn dann zu dem Ort, an dem sein Onkel oft anzutreffen war. Seit zehn Jahren verbrachte sein Onkel die meiste Zeit am Rande des Dorfes, sass in Trümmern und schrie jeden an, der vorbeikam. Obwohl seine Tante islamische Heiler und heilige Männer um Hilfe gebeten hatte, ging es ihm nur noch schlechter.

«Er ist normalerweise hier drüben», sagte Shah, als sie durch einen Friedhof aus verrosteten Autoteilen und zerbrochenen Betonblöcken gingen. Sie folgten dem Klang zusammenhanglosen Geschreis und fanden seinen Onkel barfuss auf einem Haufen Dreck mitten in dem Chaos sitzen.

Shahs Herz zog sich bei diesem Anblick zusammen. Die Haare und der Bart seines Onkels waren verfilzt, und seine Kleidung war zerrissen und verschmutzt. Schon von weitem konnte Shah ihn riechen.

Mein Name ist Böser Geist

«Oh je.» Tonys Flüstern klang traurig und mitfühlend, nicht entsetzt und verurteilend, wie es bei den meisten der Fall war. Shah warf ihm einen Blick zu, immer noch besorgt, dass er sich umdrehen und weggehen könnte, falls sein Onkel gewalttätig würde.

Shahs Onkel erblickte sie und sprang auf. Er lachte manisch und schrie Tony mit einer tiefen, unbekannten Stimme, die Shah zusammenzucken liess, Beleidigungen entgegen.

Tony liess sich davon nicht beirren, marschierte auf den Mann zu und fragte: «Wie heisst du?» Shahs Onkel grinste bösartig und entblösste dabei seine abgebrochenen Zähne. «Mein Name ist Böser Geist.» Shah schnappte nach Luft und wich einen Schritt zurück.

Du musst jetzt gehen

Tony jedoch trat vor und starrte dem Mann direkt in die Augen. «Böser Geist, im Namen Jesu befehle ich dir, diesen Mann in Ruhe zu lassen.»

Die Augen des zerzausten Mannes wechselten auf bizarre Weise zwischen Heiterkeit, Wut und Angst. «Aber wohin soll ich gehen?»

«Das ist mir egal», erhob Tony seine Stimme. «Aber du musst jetzt gehen.»
Shahs Onkel stiess einen unmenschlich klingenden Schrei aus und sackte zu Boden. Einen Moment lang blieb er regungslos liegen. Dann setzte er sich auf, betrachtete seine schmutzigen Hände und Kleider und begann zu schluchzen.

Dein Name ist jetzt Freiheit

Shah eilte zu seinem Onkel und legte ihm eine Hand auf die Schulter. Seit einem Jahrzehnt hatte er seinen Onkel keine andere Emotion als Wut zeigen sehen.
Sein Onkel blickte zu ihm auf. «Shah?»

Nun konnte auch Shah nicht anders, als zu weinen. Sein Onkel hatte ihn seit Jahren nicht mehr erkannt. «Dein Name ist jetzt Freiheit», sagte Tony und hockte sich neben sie. «Im Namen Jesu bist du frei.»

Zu Shahs grosser Freude ging sein Onkel direkt nach Hause, machte sich frisch und blieb bei klarem Verstand. Innerhalb weniger Tage hatte er ein kleines Geschäft eröffnet, in dem er Gemüse verkaufte, und damit die finanzielle Last abgenommen, die seine Frau so lange allein getragen hatte.

Wir möchten Jesus folgen

Als Shah das nächste Mal zur Arbeit kam und Tony sah, hatte er gute Nachrichten.
«Meine ganze Familie hat beschlossen, Jesus nachzufolgen. Sie können die Veränderung bei meinem Onkel kaum glauben.» Er hob die Hand, da er wusste, dass Tony ihn daran erinnern würde, diese Entscheidung nicht leichtfertig zu treffen. «Ich weiss, dass wir Verfolgung erleben werden, aber das ist es wert. Es gibt keine grössere Kraft als Jesus. Er ist die Wahrheit, und wir wollen ihm nachfolgen. Bitte sag uns, was wir tun sollen.»

Tony lächelte und verschwand in seinem Büro. Als er zurückkam, gab er Shah ein Audiogerät. «Darauf ist das Matthäusevangelium aus der Bibel. Hör es dir mit deiner Familie an. Dann reden wir weiter.»

Voller Freude nahm Shah das Gerät entgegen. Ganz gleich, was ihm bevorstehen mochte, er wusste, dass es keinen mächtigeren Verbündeten gab als Jesus.

Südasien

Einsätze

Aktuell suchen wir

Leiter Kommunikation M/W

Lernhelfer M/W

Unihockey-Coach

Alle anzeigen

Kontakt

Frontiers

Seebleichestrasse 60
9404 Rorschacherberg
+41 71 858 57 57
info(at)frontiers.ch

Anmelden